Plenary sessions

Plenary Session One: The Power of Shared Data

Zusammenfassung:

Diese Veranstaltung beleuchtet die Möglichkeiten von Shared Data im Kontext der wissenschaftlichen Forschung. Es wird aufgezeigt, wie große Datenmengen für eine sachgerechte Analyse geöffnet werden. Das Ergebnis ist beeindruckend.

Abstracts:

Culturomics: Quantitative Analysis of Culture Using Millions of Digitised Books: Jean-Baptiste Michel

Jean-Baptiste hat in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Erez Liberman Aiden eine Sammlung digitalisierter Texte erstellt, die ungefähr 4% aller Bücher enthalten, die jemals gedruckt wurden. Die Analyse dieser Sammlung ermöglichte ihnen kulturelle Trends quantitativ zu untersuchen. Sie erforschten das Gebiet „Culturomics“, welches auf sprachliche und kulturelle Phänomene der englischen Sprache zwischen 1800 und 2000 fokussiert ist. Sie zeigen, wie dieser Ansatz Einblicke in so unterschiedliche Bereiche wie Lexikografie, die Entwicklung der Grammatik, kollektive Erinnerung, die Einführung von Technologie, dem Streben nach Ruhm, Zensur und historischer Epidemiologie bieten kann. Culturomics erweitert die Grenzen der strengen quantitativen Sicht auf ein breites Spektrum neuer Phänomene der Sozial- und Geisteswissenschaften.

Leveraging WorldCat: Data Mining the Largest Library Database in the World
Roy Tennant

Mit fast 300 Millionen bibliografischen Datensätzen ist WorldCat die größte Ansammlung gemeinsam genutzter Bibliotheksdaten der Welt. OCLC Research verfolgt mit dem Zugriff auf diese Daten, welche von einer Gruppe von Computern parallel verarbeitet werden, verschiedene Projekte, um den Wert von WorldCat zu maximieren, in dem die Daten auf unterschiedliche Weise verarbeitet werden, um neue Services zu kreieren. Es werden auch Reports für das Bibliothekswesen gezogen die aufzeigen, wie der MARC Standard in den letzten 40 Jahren genutzt wurde. Roy Tennant wird einige dieser Bemühungen vorstellen als Beispiel für die Macht des Data Mining gemeinsam genutzter Daten.

Plenary Session Two: Library Perspectives of Sharing Data

Zusammenfassung:

Bereits seit Jahrzehnten haben Bibliotheken ihre Daten für verschiedene Zwecke aggregiert und gebündelt. Diese Veranstaltung wirft einen Blick auf die aktuellen und zukünftigen Anforderungen, welche an Bibliotheken hinsichtlich der Datenaggregation und -nutzung gestellt werden könnten. Eine bedeutende Bibliothek wird uns darüber berichten, wie sie auf nationaler sowie internationaler Ebene mit diesen Daten arbeiten. Und dann wird zusätzlich erläutert, warum aus Sicht der Forschung eine Datenaggregation im großen Stil erstrebenswert ist.

Abstracts:

Sharing Data Nationally and Internationally - the strategy of the Swiss National Library:
Marie-Christine Doffey

Im September 2012 gab die Schweizer Nationalbibliothek bekannt, dass sie im Rahmen ihrer Open Data Strategie die Metadaten ihres online Katalogs Helveticat, gemäß der Creative Commons License CC0 1.0 zur freien Nutzung durch Dritte verfügbar macht.

Das konkretisierte und bestärkte die Öffnung zu Open Data, eine Strategie, die die Schweizer Nationalbibliothek und viele nationale und internationale Bibliothekspartner auf kulturwissenschaftlicher Ebene seit Jahren verfolgen, z.B. für Partner in der Schweiz, in WorldCat, mit der European Library und auch mit Europeana, mit dem Ziel den Zugang zu Sammlungen auszudehnen. Nun kann jede interessierte Gruppe die Daten nach Wunsch übernehmen und wiederverwenden. Die Ankündigung wurde von vielen Foren im Web aufgegriffen.

Die Präsentation wird Einblick in die Strategie der Schweizer Nationalbibliothek zu diesem Thema geben, aufkommende Fragen  zu anderer Datensets ansprechen, über die Erfahrung der gemeinschaftlichen Datennutzung auf nationaler und internationaler Ebene berichten und versuchen, die Auswirkungen dieser Open Data Strategie nach sechs Monaten seit der Freigabe zu bewerten.

Metadata out of control: network-level metadata aggregations:
Titia van der Werf

Wir als Bibliotheken, Archive und Museen sind überzeugt, dass die gemeinsame Nutzung unserer Metadaten im Web unsere Sichtbarkeit erhöhen und die Bedeutung unserer Sammlungen erhöhen wird.

In den vergangenen sieben Jahren haben wir viel Aufwand betrieben, um unsere Metadaten im Web verfügbar zu machen. Das war nicht einfach weil wir nicht wussten, wie die Metadaten außerhalb unseres lokalen Kontextes aussahen. Als Ergebnis traten Probleme bei der Datenqualität von umfangreichen Metadatenaggregationen heterogener Inhalte auf.  Wie weit sind wir von der Einlösung des Versprechens entfernt, dass die Datenaggregation die Qualität und die Erfahrungen der Endnutzer verbessern kann? Die Präsentation wird einen Blick auf einige Forschungsergebnisse und auf zukünftige Entwicklungen auf diesem Gebiet werfen.

Plenary Session Three: Progress on Moving Data to the Cloud

Zusammenfassung:

Wie in den Meetings in den Jahren zuvor gibt diese Session allen Teilnehmern die Möglichkeit, sich vom vom OCLC Führungskreis über die neuesten Entwicklungen informieren zu lassen. 

Abstracts

OCLC WorldShare Update:
Jay Jordan

Jay Jordan wird ein Update zum Thema OCLC Open Architecture geben. Und es werden die aktuellen Entwicklungen zu den WorldShare Management Services präsentiert werden.

EMEA Models for Cooperation:
Eric van Lubeek

Eric van Lubeek erläutert inwieweit die WorldShare Strategie in EMEA neue Kooperationsmodelle mit regionalen und nationalen Partnerschaften möglich macht.

How French Libraries will move to the cloud:
Raymond Bérard und Jean Bernon

ABES (agence bibliographique de l’enseignement supérieure) ist der Auffassung, dass die nächste Generation von Bibliothekssystemen eine zu beachtende Alternative zu den traditionellen Managementsystemen darstellen werden. ABES, das den französischen Verbundkatalog (SUDOC) betreibt, hat zusammen mit einer Gruppe weiterer Wissenschaftlichen Bibliotheken beschlossen, zukünftig auf eine cloudbasierte Lösung zu setzen. Momentan versucht man mit einer Studie zu klären, welche möglichen Implikationen dies mit sich bringen könnte: technisch, rechtlich, Businessmodell, Organisation. Eine öffentliche Ausschreibung ist für das Spätjahr 2013 angesetzt. Die Präsentation beleuchtet alle möglichen Folgen eines solchen strategischen Schrittes, mit einem speziellen Fokus auf der Übergangsphase zwischen dem im Einsatz befindlichen und dem zukünftigen Modell. Nicht ausgelassen werden sensible Bereiche wie Sicherheit, Datenschutz, Datenqualität, Datenlizenzierung, Kosten, Know-How Transfer und das Risiko der Herstellerabhängigkeit.  

Plenary Session Four: Linked Data

Zusammenfassung:

Diese Veranstaltung gibt einen Überblick über das Potenzial, das die Einführung von Linked Data Prinzipien und Methoden den Bibliotheken und der Informationslandschaft, in welcher sie sich befinden, bringen wird.

Abstracts

Linking data in the enterprise: the road to Olympics 2012:
Silver Oliver

Linked Data ist ein Ansatz, Metadaten gemeinsam zu nutzen und zu verwalten und ist sowohl ein aktuelles, als auch neues Thema für Bibliotheken. In seinem Vortrag wird Silver einige Fallstudien vorstellen, die sich mit Linked Data in Unternehmen beschäftigt haben. Er wird berichten, wie er während seiner Tätigkeit bei BBC zu Linked Data kam und welche Probleme bewältigt werden mussten. Höhepunkt der Arbeit war eine Plattform, die hinter der Berichterstattung der Olympischen Spiele 2012 steckte.

Culturegraph Project:
Markus Geipel

Da immer mehr Daten des kulturellen Erbes öffentlich verfügbar sind, wachsen auch die Möglichkeiten, Daten zu kombinieren und neue Services und Anwendungen zu kreieren. Um dies zu tun, müssen Beziehungen zwischen den bislang noch nicht verknüpften Datensätzen hergestellt werden. Dies ist allerdings aufgrund der Größe und Komplexität der Metadaten eine große Herausforderung.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat die Deutsche Nationalbibliothek Culturegraph entwickelt, eine offene Plattform für die Verbindung und Verarbeitung von Metadaten. Dessen Prinzipien sind Transparenz und hohe Performance. In der Präsentation wird gezeigt, wie diese Prinzipien in der Praxis angewendet werden, um über 100 Mio. bibliografische Einträge zu verarbeiten und zu indexieren. Die Anwendungen beinhalten eine Datenbündelung um Duplikate zu identifizieren, die Möglichkeit statistische Analysen und eine erweiterte Suche durchzuführen. Zukunftsperspektiven erleichtern die mehrsprachige Suche nach Normdaten, der Datenaggregation als auch die automatische Übersetzung von Klassifikationssystemen.

Linked Data and OCLC:
Richard Wallis

Linked Data ist momentan ein sehr populäres Thema, das fast auf jeder einschlägigen Bibliothekskonferenz behandelt wird. Warum wurden diese recht simplen Prinzipien und die damit assoziierten Standards aus dem Web, welche von Sir Tim Berners-Lee 2006 aufgebracht wurden, nun so wichtig für die gesamte Bibliotheksbranche? Im Zuge der Beantwortung dieser Fragen wird beleuchtet, wie OCLC und andere mit Linked Data innovativ arbeiten, um Daten zu veröffentlichen und gemeinsam zu nutzen. Rückblickend auf die ersten Versuche und mit Blick in die Zukunft werden wir sehen inwieweit der Gebrauch von Linked Data Bibliotheken helfen kann, ins Zentrum des Datennetzes zu rücken und das eigene Selbstverständnis der Ressourcenverwaltung zu beeinflussen. 

Plenary Session Five:  Innovating with Data

Zusammenfassung:

Zum Ende des Meetings kann man sicherlich die Frage stellen, was dies alles für die Nutzer bedeutet? Die Tatsache, dass Daten dynamisch, von jedem nutzbar und wiederverwertbar sind, erlaubt die Entwicklung neuer Anwendungen, die unterhalten, erziehen und informieren in einer Form, die zuvor nicht vorstellbar war. In der Abschlussveranstaltung wird Dr. Klaus Ceynowa darüber berichten, wie die Bayerische Staatsbibliothek die Möglichkeit ergriffen hat, neue innovative Services für die Nutzer zu entwickeln.

Abstracts

Augmented Reality, Location Based Services and More: Innovative use Scenarios for Library Content:
Dr. Klaus Ceynowa

Die Zukunft der digitalen Welt des Wissens wird von drei bedeutenden Webtechnologietrends bestimmt werden: Dem Übergang vom stationären zum mobilen Internet, der Vorherrschaft von stark personalisierten sofort verfügbaren Anwendungen (z.B. ortsabhängige Services), und der Verdrängung des Keyboards und der Maus durch andere Benutzeroberflächen (von GUI zu NUI, Gestik-basiertes Computing).

Das heißt nichts anderes, als das Ende der klassischen Internetarbeitsplätze im Sinne eines primären Verteilungs- und Zugangspunkt für digitale Informationen. Dieser Platz wird zukünftig von dem omnipräsenten, überall verfügbaren Internet, das voll in unseren Alltag integriert sein wird, eingenommen. Wie können digitale Inhalte und Informationen optimal entwickelt und verarbeitet werden, so dass sie nahtlos in den neuen Nutzerszenarien des mobilen und personalisierten Wissens funktionieren?

Die Bayerische Staatsbibliothek hat in den letzten Jahren viel mit Tools, Methoden und Services im Bereich der „Contextualization“ experimentiert: Mobile Applikationen, Augmented Reality, ortsabhängige Services, 3-D Computing, Gestik- und Bildbasierte Suche sind nur einige Beispiele, die in Bezug auf ihre Durchführbarkeit gezeigt und präsentiert werden. In der Praxis zeigt sich, dass eine aufwändige multimediale Präsentation von digitalen Inhalten und Services nur bedingt erfolgreich ist. Was auch zählt ist die nahtlose Integration von Inhalten und Services in die faszinierenden Nutzerszenarien der zukünftigen digitalen Welt.

OCLC is a worldwide library cooperative, owned, governed and sustained by members since 1967. Our public purpose is a statement of commitment to each other—that we will work together to improve access to the information held in libraries around the globe, and find ways to reduce costs for libraries through collaboration. Learn more »

Wir sind eine weltweite Bibliotheksorganisation, die 1967 von Mitgliedern gegründet wurde und von ihnen verwaltet wird. Diese Gemeinschaft setzt sich im öffentlichen Interesse für den breiteren Zugang zum weltweiten Wissen und die Senkung der damit verbundenen Kosten ein.